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Manchmal ist Zuhören das Klügste, was du tun kannst

Wer immer redet, lernt nichts.

Ich bin 2005 geboren. Ich habe keine dreißig Jahre Berufserfahrung. Keine zwanzig. Keine zehn.

Das weiß ich. Und trotzdem habe ich eine Weile gebraucht, um wirklich zu verstehen, was das bedeutet.

Es gibt diesen Reflex — besonders wenn man jung ist und etwas aufbaut — immer eine Meinung parat haben zu müssen. Immer eine Antwort. Immer zeigen, dass man mitdenkt. Als ob Stille ein Zeichen von Schwäche wäre.

Ist sie nicht.

Die wertvollsten Gespräche, die ich bisher geführt habe, waren die, in denen ich wenig gesagt habe. In denen ich einfach zugehört habe. Nicht höflich gewartet, bis ich dran bin — sondern wirklich zugehört. Und danach war ich ein bisschen klüger als vorher.

Das klingt banal. Ist es aber nicht. Weil es gegen jeden Instinkt läuft, den man als junger Gründer, als junger Mensch mit Ambitionen, entwickelt.

Ich lerne das noch. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Aber ich weiß: Wer immer redet, hört sich selbst zu. Wer mal leise ist, hört vielleicht jemanden, der mehr weiß als er.

Das ist keine Schwäche. Das ist der Deal.

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