Wie KI die Planung von Brandmeldeanlagen verändert
Brandmeldeplanung ist komplex, fehleranfällig und zeitaufwendig. Mit 3DFire wollte ich das ändern — hier ist, was ich dabei gelernt habe.
Wer noch nie eine Brandmeldeanlage geplant hat, unterschätzt, wie komplex das ist.
Es geht nicht nur darum, Melder auf einen Grundriss zu zeichnen. Es geht um Normen (DIN 14675, VDE 0833), Raumgeometrien, Meldertypen, Überwachungsbereiche, Abstände zu Wänden und Hindernissen — und am Ende muss alles dokumentiert sein, damit die Anlage abgenommen werden kann.
Das habe ich jahrelang mit Papier, PDFs und Excel gemacht. Irgendwann wurde es absurd.
Die Idee hinter 3DFire
3DFire ist eine iOS-App, die genau diesen Prozess digitalisiert. Der Kern: Du lädst einen Grundriss hoch, wählst den Meldertyp, und die App berechnet automatisch die optimale Platzierung — unter Berücksichtigung aller relevanten Normen.
Das klingt simpel. Es ist es nicht.
Was KI hier wirklich bedeutet
In vielen Apps bedeutet "KI" ein aufgerufenes API. Bei 3DFire ist die KI ein eigenes Berechnungsmodell, das geometrische Analyse mit normkonformen Regeln kombiniert. Es versteht Raumformen, erkennt Hindernisse und schlägt Positionen vor, die ein Mensch in der gleichen Zeit nicht berechnen könnte.
Das spart nicht nur Zeit. Es reduziert Fehler — und Fehler bei Brandmeldeanlagen können Leben kosten.
Was ich als Entwickler und Techniker gelernt habe
Dieses Projekt hat mich gezwungen, zwei Welten zu vereinen: die handwerkliche Präzision eines Informationselektronikers und die Denkweise eines Softwareingenieurs.
Der schwierigste Teil war nicht der Code. Es war zu verstehen, welche Vereinfachungen zulässig sind und welche nicht — weil eine Norm eben keine Codezeile ist, sondern Interpretation braucht.
3DFire ist im App Store verfügbar. Es ist das erste Tool seiner Art in Deutschland — und ich bin gespannt, wo es noch hingeht.